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Was ist eigentlich der Fachverband?

Schweizer Fachverband Traumapädagogik

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit stark belastenden Biografien sind in ihrer Entwicklung und Lebensgestaltung vielseitigen psychischen und sozialen Herausforderungen ausgesetzt. Sie brauchen häufig eine entsprechend angepasste Begleitung, welche über das Wissen um Traumata und eine entsprechende Haltung des Verstehens verfügt.

Der Schweizer Fachverband Traumapädagogik (chTP) hat sich zum Ziel gesetzt, die Traumapädagogik in der Schweiz weiterzuverbreiten und mitzuentwickeln.

Im Zentrum steht auch die interinstitutionelle und interdisziplinäre Vernetzung sowie der Austausch interessierter Fachpersonen, Fachgruppierungen, Netzwerke und Verbände in und ausserhalb der Schweiz.

 

Fachnachmittage: Der chTP organisiert in der Regel zweimal jährlich Fachnachmittage zu traumapädagogischen Themen. Das Ziel dabei ist die Weiterentwicklung der traumapädagogischen Haltung und deren konkrete Umsetzung im Berufsalltag. Nach einem Einstieg mit einem theoretischen Input folgt ein Austausch/Diskussionen über die konkrete Umsetzung in der gelebten Praxis. Die eingegangenen Feedback haben gezeigt, dass sowohl die fachlichen Inputs als auch der Austausch unter den Mitgliedern über die Umsetzung im Alltag guten Anklang gefunden haben.

 

Mitgliederversammlung: Die Mitgliederversammlung findet jeweils im Frühling rund um einen Fachnachmittag statt. An dieser werden alle Geschäfte des Vereins entschieden. (Save the Date: 16. März 2020)

 

Der Schweizer Fachverband Traumapädagogik orientiert sich an den Grundhaltungen und "Standards zur traumapädagogischen Arbeit in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe" des Fachverbandes Traumapädagogik e.V.

 

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Hintergrund der Traumapädagogik

Verschiedene Forschungsprojekte zeigen, dass viele Kinder und Jugendliche in Erziehungs- und in Bildungseinrichtungen von erheblichen psychosozialen Belastungsfaktoren oder traumatischen Erlebnissen betroffen sind. In der Folge entwickelten sie für diese belastenden Ereignisse hilfreiche und wichtige Bewältigungsstrategien. In anderen Situationen sind diese besonderen Anpassungs- und Regulierungsstrategien jedoch häufig wenig hilfreich oder können gar zu weiteren Belastungen bei den Kinder und Jugendlichen führen.

Für ihr soziales Umfeld - sowohl für persönliche Bezugspersonen, Fachkräfte als auch andere Kinder und Jugendliche, stellen diese Strategien häufig ebenfalls eine grosse Herausforderung dar. Diese Menschen haben einen besonderen Bedarf an Unterstützung, Förderung und an das Beziehungsangebot der pädagogischen Fachkräfte.

 

Primäres Anliegen der Traumapädagogik ist daher die Sorge für einen «sicheren Ort» als wichtige und notwendige Grundvoraussetzung für den Bewältigungsprozess, der den Kindern und Jugendlichen zunächst eine äussere Sicherheit vermitteln und sie schrittweise im Aufbau einer inneren Sicherheit begleiten kann.

 

Die traumapädagogische Grundhaltung der Anerkennung des guten Grundes für die besonderen Verhaltensweisen der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist dabei eine zentrale fachliche Herangehensweise. Ein verlässliches und verstehendes Beziehungsangebot bildet die Basis für eine positive Neuorientierung und ermöglicht korrigierende Bindungserfahrungen.

Vorstand

Der Vorstand besteht zur Zeit aus 4 Personen:

Lucas Maissen ist klinischer Heil- und Sozialpädagoge und (Notfall-) Psychologe und arbeitet als Institutionsleiter im Schlupfhuus Zürich sowie in verschiedenen Projekten im Bereich Kindsschutz.

Er ist Präsident des chTP.

Irène Koch ist Leitende Psychologin in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (KJPP), Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Winterthur.

Sie ist die Vizepräsidentin des chTP und zuständig für die AG Traumapädagogik & Psychiatrie/Psychotherapie.

Carmelo Campanello ist klinischer Psychotherapeut und leitet das Berufsbildungsheim Burghof mit integrierter Beobachtungsstation für männliche Jugendliche im Grossraum Zürich.

Im chTP ist er Kassier und zuständig für die AG Traumapädagogik & Institutionen.

Deborah Kaufmann ist klinischen Heil- und Sozialpädagogin, Traumapädagogin, Systemberaterin und Erwachsenenbildnerin. Sie arbeitet als Schulsozialarbeiterin in der Gemeinde Köniz.

Im chTp bewirtschaftet sie die Homepage und ist zuständig für die AG Traumapädagogik & Schule und die AG Traumapädagogik & Menschen mit Beeinträchtigung.

Kontakt

Arbeitsgruppen

Der chTP hat zur Zeit vier Arbeitsgruppen. In diesen Gruppen treffen sich regelmässig aktive Mitglieder des Fachverbandes, um sich über bestehende und mögliche Entwicklungen der Traumapädagogik in ihrem Bereich auszutauschen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppen entwickeln Ideen, Projekte und Anregungen die wiederum in die gesamte Vereinsaktivität einfliessen sollen.

Arbeitsgruppen

Statuten

Der Schweizer Fachverband Traumpädagogik wurde 2018 gegründet und ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Zürich.

Statuten

Mitglied werden

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie sich mit weiteren Mitgliedern des Vereins, für die Konsolidierung und Entwicklung der Traumapädagogik in der Schweiz einsetzten.

Um eine gute Vernetzung und viel Tatkraft zu erreichen, braucht es einen starken, fachkompetenten, multidisziplinär zusammengesetzten Verein.

Mitgliedschaft